21 Jährige Transgender Frau Brutal Totgeschlagen

Hassverbrechen in New York

New York – Donnerstag Abend starb eine 21 Jährige Transgender Frau, nach 5 Tagen an Lebens erhaltenden Maschinen, als diese abgeschaltet wurden.

Islan Nettles, 21, war mit mehreren anderen Transgender-Frauen um 23Uhr Freitag unterwegs, als sie auf einer Gruppe von Männern, in der Nähe von West 148th Street und der Eighth Avenue begegneten. Direkt gegenüber dem Gebäude des Präsidiums ‚Police Service Area 6‘.

Als die Männer erkannten, dass Islan Nettles und ihre Freundinnen Transgender waren, gingen sie wie wild auf sie los, und schlugen blindwütig auf sie ein. Sie schrien  homophobe, transphobe Verunglimpfungen, sagte die Polizei. Noch als sie Bewusstlos am Boden lag, soll der Täter ihr weiter in Gesicht getreten haben. Islan wurde ins Harlem Krankenhaus gebracht, konnte aber nicht wiederbelebt werden, sagte die Polizei.

dead

Islan Nettles, 21

Sie wollte in der Modebranche arbeiten, und hat als Praktikantin, bei dem Design-Haus ‚Ay Medici‘ gearbeitet.   „Fashion wurde eine definitive Entscheidung für mein Leben, nach meiner ersten Show, mit selbst entworfen Kleidungsstücken, in der 11. Klasse der High School „, schrieb sie.

Wie DNAinfo New York meldete, wurde ihr Mörder auf freien Fuß gesetzt, gegen Kaution….




Publiziert am von Serena Santiago Dieser Beitrag wurde unter Missstände, Transgender abgelegt und mit verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

6 Kommentare zu 21 Jährige Transgender Frau Brutal Totgeschlagen

  1. Petra Malgut sagt:

    Unkenntnis, Angst vor dem Unbekannten, dem Unverständlichen, Haß geschürt durch Rassisten und Nazis, durch das kapitalistische System welches hier von seiner Unvollkommenheit, Unfähigkeit und Ideenlosigkeit ablenken kann. Die Ungeheuer sind hier die Täter, welche eine
    vollkommen harmlose Transfrau aus niederen, absolut tierischen Motiven heraus umbrachten.
    Die oben genannten Motive sind nicht neu. Auch ich erlebe diese Tatsache.
    Sogar das Meininger und Eisenacher Gericht, in Thüringen, verfolgen niedere Absichten.
    Seit meinen Ideen zur Rettung von Fukushima und meiner gleichzeitigen Translation Mann zu Frau erlebe ich als Zwitter (in Naziaugen eine Chimäre und in Deutschland kein eigentlicher Mensch eher ein Tier, welches keine eigentlichen Rechte hat) die Realität.
    Wer sind hier die Tiere, doch nur die welche durch Mord und Totschlag ihre niedere Moral beweisen, oder der staat welcher dies stillschweigend fördert und den sogenannten Tiefenpsychologen unter den Theorien von Freud die Möglichkeiten eines öffentlichen Konzentrationslagers ermöglichen.
    Ich warte nur das in Eisenach ähnliches passiert, ich habe nichts zu verlieren und wurde Zeit
    meines Lebens nur belogen.
    Ich werde bereit sein.

    gez.: Frau Petra Malgut

    • Hallo Petra, was mich so schockiert, ist auch dass es vor dem Eingang einer Polizeistation geschah, nicht etwa in einer dunklen Gasse, oder einer leeren, nächtlichen U-Bahnstation.
      Und dass geschah in New York, im Herzen der USA, die sich doch als dass Kulturland schlechthin darstellen und nicht etwa in der Dritten Welt.
      Ja, und ich Frage mich auch: „Ist es nur eine Frage der Zeit, bis vergleichbares auch in der BRD geschieht? Wann werde von von der Schlagzeile aufgeschreckt:
      Deutschland: Transgender ins Koma geprügelt – Tod!
      Wer glaubt dass könnte hier nicht geschehen, unterliegt einem gefährlichen Irrtum, glaube ich. Im letzten halben Jahr machten extrem Gewaltbereite Prügelattacken in U-Bahnen mehrfach von sich reden und es gab auch Tote.
      Allgemein gilt für Transgender, zu falschen Zeit am falschen Ort zu sein, kann einen auch in Deutschland, schneller in Lebensgefahr bringen, als man es für möglich hält.

  2. Allein der Begriff Transgender ist schon transphobe, auch wenn es viele nicht wissen wollen. Männer, welche sich als Frauen verkleiden werden in den gleichen Topf geworfen wie Transsexuelle, wobei die Beiden ansich nicht mit einander zu tun haben, außer der männlichen Genetik. Die Zusammenwürfelung hat System und hat die Absicht Transfrauen die Frau abzusprechen und sie als gestörte Männer hinzustellen. Leider wird aus Unkenntnis und Naivität dieser Ausdruck von vielen Transsexuellen übernommen, eine gefährliche Richtung…….

    • Hallo Kim Ohlsen, es hat nur gar nichts direkt mit dem tragischen Tod von Islan Nettles, zu tun was du hier schreibst.

      Im Amerikanischen, Umgangssprachlich wird dieses Wort, heute eben so verwendet. Mit Transphobie hat dass nichts zu tun.

      Transsexuelle, Transgender, Trans-Frau, Trans* Mensch, Trans-Ident, Trans-x, Ts und so fort, irgendeinen Bezeichner muss man schon verwenden, wenn man sich Sprachlich verständigen möchte.
      Die Mode auf der Szene, welches Wort gerade Hip ist und welche gerade Tabu sind, wechselt nahezu alle 6 Wochen… und die Fettnäpfchen stehen eng bei einander. Gerade bei den HBS Fans z.B. Fakt ist doch, egal welches Wort man auch verwendet, irgendwer fühlt sich immer „auf den Schlips getreten“, in der Ts-Szene. Es hat mehr Charakter von einem Kindergarten…

      Doch kindische Wortklaubereien nutzen an Ende niemand.

      Du spielst sicher auf Begriffsgeschichte von ‚Transgender‘ an, und auf den Wortschöpfer, der logischer Weise allseits unbeliebt ist und sein muss. Arnold Lowman war ein transsexuellen-feindlicher, fieser, transphober Homosexueller und Transvestit, klar. Dass wissen doch alle und es wurde häufig genug aufgekocht.

      Transworld kritisiert explizit, die mangelhafte, ungenügende Abgrenzung von allen Transsexuellen, Operativ wie nicht-Operative, von Homosexualität!

      Im US Sprachgebrauch hat Transgender heute aber eine völlig andere Bedeutung, als zur Zeit der Wortentstehung – dass ist Faktum.

      Zum schrecklichen Tod von Islan jedoch, verlierst du doch leider kein Wort. Es rührt dich gar nicht, oder habe ich dich da falsch verstanden ?

  3. Susanne sagt:

    USA, das Kulturland schlechthin? Ich würde es eher als Land der absoluten Kulturlosigkeit bezeichnen. Gerade jetzt im Streit zwischen Republikanern und Demokraten kann man es mal wieder sehen. Viele von denen haben ja immer noch ein Problem damit, daß ein Schwarzer Präsident ist. Wie ist das erst mit Transmenschen?
    Der Tod dieser jungen Frau wirft einmal mehr ein Licht auf diese Gesellschaft. Daß der Mörder gegen Kaution freigelassen ist, ist der blanke Hohn und bedarf keines weiteren Kommentars.
    Ich hoffe, daß derlei nicht hierzulande vorkommen wird.

  4. Mona Maier sagt:

    Hy Susanne,

    Bitte urteile nicht über ein ganzes Volk, wenn ein paar „Irrläufer“ für ein solches Verbrechen verantwortlich sind.
    Das ist als ob Amerikaner alle Deutschen, aufgrund der Zwickauer Nazi Morde als Nazionalsozialisten deklarieren würden – was für ein Licht wirft diese Greueltat mit 10 Morden denn auf den deutschen Staat und seine Bürger?
    Ich selbst lebte kurze Zeit in den USA, habe Verwandte dort und kenne selbst viele Amerikaner und habe dort auch Freunde. Alle meine Freunde und Bekannten verurteilen diese Greueltat. Was bei uns heute in „diesem unserem Lande schon alles möglich ist kannst du dir gerne auf der Website des Kopp-Verlages unter Udo Ulfkotte anschauen –
    http://info.kopp-verlag.de/autor.html?id=10
    Sein Wohnort wird geheim gehalten, da er zu viele unschöne Dinge ausspricht – in unserem Deutschland 2013.
    Er legt dir Gerichtsentscheide und Urteile vor die Nase, bei denen fällst du vom Glauben an die Rechtsprechung ab – aus unserer heutigen Zeit im jetzigen Deutschland – da brauchen wir wahrlich nicht auf die USA zu zeigen – geh einfachmal die Einträge dort durch oder google mal nach von ihm recherchierten Gerichtsentscheiden.

    Was ich damit sagen möchte ist eigentlich, dass eine offizielle Politik nicht unbedingt die Meinung der Bevölkerung wiederspiegelt – auch in einer Demokratie nicht – weder hier noch über dem Atlantik.
    Und wenn in einem Land Greueltaten stattfinden so sind wir deutschen mit Sicherheit die letzuten, die mit dem Finger auf andere zeigen sollten. Radikale Einzelgänger oder Gruppen kann man kaum stoppen – und das Wort Zivilcourage scheint in der heutigen Zeit wohl unter den Teppich gerutscht zu sein. Wer sich auflehnt oder Zivilcourage zeigt, der muss stets mit Widerstand rechnen, nur sehr wenige Menschen sind bereit sich dafürherzugeben, letztendlich bezahlt man meist selbst dafür – ich weiss wovon ich spreche.

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