Körper oder Geist – was sind wir

Transphobie in Medien und Sprache

Frage aller Fragen, Geist oder Körper, was sind wir ?

Die Geisteswissenschaft, Philosophen, Relionsstifter waren sich in diesem Punkt eigentlich alle immer einig:

Wir sind der Geist und nicht der Körper.

Ganz anders, sieht man es in deutschen Medien, wenn es um Ts geht. Anders als bei „normalen“ Menschen, werden Ts nur am Körper festgemacht, der Geist wird ignoriert. D.h. Betroffene von Ts, sind nicht Geist, nur Körper ! Die Ts sind geistlose Körper, ohne Bewußtsein, ohne Denken und Gefühle, zumindest wenn es den Mainstream Medien nach geht.

Diese, im inneren zu tiefst transphobe Haltung, findet ihren Ausdruck in den ständig wiederholten Spruch: „Als Junge geboren“, „mal ein Mann gewesen“. Dieser , Gebetsmühlenartig wiederholte Spruch, ist Ausdruck von Transphobie, soll diese ausdücken, rüber bringen. Es soll außerdem die „Freaks“ Demütigen und als unechte Frauen Entlarven.

Um es gerade raus zu sagen, MzF Ts waren nie ein Mann gewesen, sie sind NICHT als Junge geboren ! (Und FtM keine Frauen) Dass ist kein selbstgemachtes Dogma, dass ist einfache Realität.

Warum:

Bei Transsexualität bildet sich im Mutterleib, als Embryo, zunächst das weibliche Gehirn. Erst danach tritt die Störung auf, der restliche Körper des Embryoś um das Gehirn, bildet sich nicht Weiblich aus, wie es normal wäre, er bildet sich Maskulin aus. Bei der Geburt ist dann der Status: Ein weibliches Gehirn, steckt in einem Maskulin fehl-gebildeten Körper. Der Geist, das selbst, das Gehirn, das Bewußtsein des Neugeborenen ist weiblich. Der restliche Körper, außer dem Gehirn ist maskulin Fehlgebildet.  Besonders verwirrend, für Menschen von einfachem Gemüte, mit mit Steinzeitlich / Mittelalterlichem Weltverständnis, ist hier: Daß tatsächlich ein, von Außen betrachtet völlig normaler maskuliner Körper, ein Fehlbildung / Mißbildung darstellen kann.

Was ist Neugeborene, der Geist, das Ichbewußtsein – oder der fehlgebildete Körper?

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Womit wie wieder am Anfang sind, mir der Frage:  Geist oder Körper, was sind wir ? Eine Frage die sich doch eigentlich, von selber Beantwortet. Ein Körper ohne Geist / Bewußtsein, ist Bewußtlos oder Tod.

Transphobie in Sprache und Medien

Transphobe Sprache zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass Worte verwendet werden, welche die geschlechtliche Besonderheit transsexueller Menschen als Phantasie, Wunsch oder Einbildung erscheinen lassen. So sind Begriffe wie Geschlechtsumwandlung oder Geschlechtsidentitätsstörung transphobe Begriffe. Ebenso sind Sätze wie „früher, als sie noch ein er war“, „sie ist als Junge geboren worden“, „sie wollte schon immer ein Mann sein“ Ausdrücke einer phallozentrierten Weltanschauung, in der so getan wird, als seien die Genitalien das primäre Geschlechtsorgan. Auch Formulierungen wie „er fühlt sich als Frau“ oder „sie fühlt sich als Mann“ sind transphob, da hier die Geschlechtsidentität eines Menschen mit geschlechtlicher Abweichung auf ein Gefühl reduziert wird, anstatt die Abweichung direkt anzuerkennen. Auch der indirekte Halbsatz – nämlich ein „ist es aber nicht“ – steht im Gegensatz zur Anerkennung der geschlechtlichen Variation und ist damit direkt transsexuellenfeindlich. (.. Pluspedia)

Der Psychische Druck der Gesellschaft, der Medien ist so hoch, das selbst Betroffene selber ihm nachgeben, und in selbst herabsetzender, verleugnender und verletzender Weise, einen transphoben Spruch wie: „sie ist als Junge geboren worden“, akzeptieren oder gar selber gebrauchen, um nicht als „böse Menschen“ zu gelten.

In Ordnung ist daran gar nichts, auch wenn es heute Politikal Correctness ist, Sympathie und Verständnis für Transsexuelle zu minderst  zu Heucheln. Hinter dieser Oberfläche jedoch, steckt immer noch ein Sumpf von Transphobie, ohne gleichen. Dieser Sumpf verschafft sich in Sprüchen wie: „sie ist als Junge geboren worden“ Geltung, bricht durch. Auch die verbreitete Einsamkeit von Transsexuellen spricht dafür.  Gerade die Verhältnisse in der Provinz, sind häufig Haarsträubend.

Fazit: Diese Transphobie in Sprache, Medien und Gesellschaft muss aufhören. Lüge muss durch  Wahrheit ersetzt werden. Dazu gibt es keine Alternative. So wie es ist, ist es Inakzeptabel!




Publiziert am von Serena Santiago Dieser Beitrag wurde unter Gesellschaft, Missstände, Presse Medien, Transexualität, Transsexuelle abgelegt und mit , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

2 Kommentare zu Körper oder Geist – was sind wir

  1. Peter Zurek sagt:

    Danke für diesen Beitrag, obwohl ich weiß, ( seit frühester Kindheit ), das ich weiblich bin, sind es solcherlei Redensweisen die mich belasten und oft unsicher machen ! Solche Beiträge machen mir immer wieder Mut und Kraft zum weitermachen!! Nochmals Danke. M.f.G. Petra Marie ‚ Zurek

  2. Mona Maier sagt:

    Hallo an alle!

    Die Zeitung „Die Zeit“ brachte am 14. März 2013 einen Artikel, der die Welt der Genetik und die Sicht und Theorien über Homosexualität, Bisexualität und Transsexualität auf den Kopf stellt.

    ES WURDE SCHLICHTWEG VON DER FACHWELT IGNORIERT UND MAN VERSUCHT WOHL DAS BERICHTETE TOT ZU SCHWEIGEN!!!!!

    http://www.zeit.de/2013/11/Homosexualitaet

    Die Theorie der Epimarks, wie sie von Prof. Rice, Prof. Friberg und Prof. Gavrilets aufgestellt wurde, kann viele Ungereimtheiten der bisherigen Theorie erkären – und Kirchen, Kritiker und Gesellschaft müssten sich mit ihren Aussagen und Ansichten gewaltig drehen – und sich wohl bei einigen Menschen für ihr bisheriges Verhalten entschuldigen. Es tut einfach gut zu wisseen, dass es wohl eine wissenschaftlkiche Bestätigung gibt, für das, was wir fühlen.
    Ich kontaktierte Prof. Gavrilets vor kurzem, und fragte nach, ob das Erklärungsmodell für Transsexelle ebenso eingesetzt werden könnte. Seine Rückmeldung war kurz, diesbezüglich positiv, und ich warte noch auf Rückmeldung von Prof. Rice.

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