Ein neues Leben?

Wenn uns die Neuro – Anatomen – Wissenschaften lehren, daß wir Frauen sind, immer waren, und immer sein werden, dann hat das für mich durchaus auch Tiefgreifende Konsequenzen, für meinen Umgang mit meiner Vergangenheit und meinem ganzen Leben.

Wir sind unser Gehirn!

Es gipfelt alles, in dem Spruch von Agent Kay (Tommy Lee Jones), in Men in Black:

 

 

Versöhne dich mit deiner Vergangenheit, und gewinne ein neues Leben!

Zugegeben, es klingt provokativ, im ersten Moment. Doch wenn man die modernen Erkenntnisse, der Hirn-Forschung, zu Grunde legt, sieht dass völlig anders aus.

Es heißt, lernen zu Begreifen daß, man immer Weiblich war, das ganze Leben, vom Ersten Atemzug, bis heute. Egal ob man sich, eingebildet hatte, kein Mädchen zu sein, als Kind oder Teeny (zumindest vorübergehend) – was bei dem, meist starken psychischen Druck der Umwelt, auch kein Wunder ist.

Man war dann, ein Mädchen, daß sich einbildet, ein Junge zu sein. Es imitiert alle möglichen Verhaltensweisen , und nach dem es die Eltern 100 mal Eingeredet haben, wegen der falschen Genital Organe, kein Mädchen zu sein, glaubt man es dann zumeist selber, aber nicht immer und Ständig.

Denn viele fangen ja dann an, das Genital Organ zu hassen, weil sie deswegen nicht so sein dürfen, wie sie sind.

Die Herausforderung ist:

Die Psychose Überwinden – jemals kein Mädchen gewesen zu sein.

Sich, als nur einfach daß begreifen, was man wirklich ist,  mit all den Besonderheiten, die solch eine maskulin geprägte Kindheit, so mit sich bringt.  Sich so annehmen, akzeptieren wie man wirklich ist. Auch, wenn man sich eingestehen muß, zu einer besonderen, seltenen Frauenart, zu gehören.

Aus den Besonderheiten, den Varianten der Norm, eine Stärke machen !

Schluß, mit dem Irrtum man müßte irgendwie werden – um eine Frau zu sein. Endlich zu begreifen, daß man selber eine ist. Unabänderlich sogar – man könnte dem weiblich sein, niemals entkommen, auch wenn man noch so wollte.

In der Vergangenheit, hatte die Wissenschaft uns, ja geradezu eingeredet, Männer zu sein. Wie die gesamte menschliche Gesellschaft und unsere Eltern.  Männer, und zwar unheilbar,  psychisch Kranke.

Klar daß, da schon Betroffene versucht haben, auch Geistig ” ganz Frauen” zu werden, doch diese Zeiten sind vorbei.

Wir können nicht etwas werden, daß wir ohnehin schon sind, und immer waren, und immer sein werden!

Die Suche nach weiblicher Identität, ist eine ganz allgemeine, weibliche Sache, was die vielen Facetten des Feminismus ja zeigen. Gerade Transsexuelle Frauen, erleben oft eine intensive Identitätssuche, was letztlich eine Suche nach der, eigenen weiblichen Identität ist, und nach Befreiung,  der eigenen weiblichen Identität ist.

Früher, sahen sie sich darin ganz alleine, quasi Isoliert von Rest des Feminismus. Doch nach den neuen Erkenntnissen der Gehirnforschung, ist es eben doch eine reine Suche, nach weiblicher Identität und damit auch eine (neue) Art von Feminismus.

Das ist nicht weniger als eine weitere Art von Feminismus, ob man dies nun gleich  Trans- Feminismus ( = Über – Feminismus) nennen sollte, weiß ich nicht.

Wir werden als Mädchen geboren, und finden uns in einem Jungen Körper wieder, ein Zustand mit dem die allerwenigsten, Langfristig leben können. Es ist auch ein geistiges Problem, der Selbstdefinition, der Selbsterkenntnis und des Selbstverständnisses.

Uns verbindet die Kindheitserfahrung, nie so gewesen zu sein, wie man sollte, immer anders war, als die Anderen glaubten.

Vom tiefen Unbehagen, bis zum Outing, hin zur Behandlung und schließlich zur Emanzipation, zur Befreiung. Wobei doch das Ur-wissen weiblich zu sein tief in uns ist. (manchmal verborgen)

Wer, nun den Mut fast, alles bisherige über Bord zu werfen, und sein ganzes, komplettes Leben neu, und erstmalig richtig, neubegreift, hat es – das neue Leben.

Wer, nun begreift daß, es alles einen Sinn gehabt hat, gehabt haben muß, nämlich den Sinn, einen zu dem ganz besonderen Menschen zu machen, der man eigentlich ist,  hat es – das neue Leben.

Daß heißt : man braucht nie mehr, irgendwie zu sein, zu werden, irgendwelchen Frauen- Klischees zu Entsprechen, man kann einfach so leben,  so sein – wie man ist.




Publiziert am von Serena Santiago Dieser Beitrag wurde unter Psychologisches, Transexualität, Transsexuelle abgelegt und mit , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

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